#06 Nakonz will's wissen ... mit Sebastian Fiebrig

Shownotes

In der sechsten Episode seines Podcasts trifft sich André Nakonz mit Sebastian Fiebrig, Teamleiter Kommunikation. Sie sprechen über Sebastians bisherige Karriere, Change Management und was das Team Kommunikation vor hat.

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André:

[0:00] Ein Wunsch frei, zumindest in Richtung unserer Hörerschaft, was Zusammenarbeit etc. anbelangt.

Sebastian:

[0:05] Ja, kommt einfach auf uns zu, würde ich sagen. Ich mache das ja auch.

André:

[0:22] Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, willkommen. Sechste Folge Podcast Nakonz will's wissen. Heute Sebastian Fiebrig.

Sebastian:

[0:30] Hallo, vielen Dank für die Einladung.

André:

[0:32] Ja, Sebastian, wie starte ich jetzt? Also ich muss euch sagen, ihr werdet das nachher auf den Fotos sehen. Wir sind hier digitalisierter unterwegs. Wir haben de facto ein Aufnahmestudio und wer mich jetzt sieht: Sebastian hat es gerade gesagt, wir können auch gleich zum Helikopterflug gehen. Also ja, lasst euch überraschen. Es ist definitiv professioneller. Aber das habe ich auch von dir erwartet als Teamleiter-Kommunikation. Also wer dich noch nicht kennt, du bist seit dem ersten November Teamleiter-Kommunikation.

Sebastian:

[1:02] Genau. Und ich habe einfach mein Podcast-Equipment von zu Hause mitgenommen. Und André hat jetzt hier ein Headset auf und deswegen fliegt er dann gleich hier vom Dach des Two-Towers in Berlin nach Hause.

André:

[1:14] Genau. Nein, also macht schon was her. Und mal gucken, für die Inhalte sind wir ja verantwortlich. Aber die Technik hast du schon mal mitgebracht. Also das kann, das wird definitiv besser. Ja, auch heute geht es wieder darum, dich in knackigen 10 bis 15 Minuten kennenzulernen. Und wir fangen an, wir starten direkt durch. Dein Vorstellungsgespräch ist noch nicht so lange her. Wir hatten es zusammen gehabt. Aber ja, du hast eine beeindruckende Karriere. Gib doch den Kolleginnen und Kollegen einfach mal einen Einblick, dass sie dich kennenlernen. Und zwar nicht nur von der beruflichen Seite, sondern auch, was macht dich privat aus? Wie kennt man dich jetzt schon, dein Team, aber wie eben dann auch die Kolleginnen und Kollegen im Haus?

Sebastian:

[2:02] Du hast mich ganz schön unter Druck gesetzt, als du gesagt hast, 10 bis 15 Minuten. Wenn ich Podcast mache, geht das mindestens eine Stunde. Und Podcasts, die ich gerne höre, gehen meistens so drei, vier Stunden. Deswegen versuche ich mich ein bisschen kurz zu fassen. Die Frage, was ich so bisher beruflich gemacht habe. Vor allem wollte ich Diplomat werden. Das ist, glaube ich, so das Entscheidende. Bin es aber überhaupt nicht geworden. Das Einzige, was ich geschafft habe, war, in die Mannschaft der deutschen Botschaft in Kyjiw aufgenommen zu werden. Ich hatte einen Einsatz gegen die Niederlande und dabei einen Elfmeter verursacht, also war auch nicht glücklich. Und habe das dann aufgegeben, also habe Osteuropa-Studien studiert, spreche Russisch, verstehe Ukrainisch und habe auch das erst Mal damals in Kyjiw geheiratet. Und dann habe ich aber gesagt, diplomatischer Dienst, das passt mit der Familie nicht, also mit kleinem Kind und alle drei Jahre woanders und dann nicht mehr mit der Frau zusammenleben, das hat nicht mehr funktioniert und deswegen habe ich dann gesagt, okay, da muss etwas anderes her.

Sebastian:

[2:58] Und der Weg hat ein bisschen gedauert, muss ich sagen. Also sich da zu entscheiden, also da den Lebenstraum aufzugeben und zu überlegen, was mache ich jetzt? Ich habe erstmal zwischendurch so als Consultant an der Freien Universität bei der Einführung eines zentralen CMS mitgeholfen. Kann man sich ein bisschen vorstellen, wie jedes Institut hat vorher alles alleine gemacht. Und ich habe hunderte Mitarbeiter geschult, ich habe Templates geschrieben, ich habe Support-Systeme aufgebaut. Das war ehrlich gesagt ganz spannend, aber andererseits war Universität nicht so meins. Ich wollte dann in den Journalismus und habe den Einstieg über den Sportjournalismus gemacht. Volontariat beim Berliner Verlag und dann die Bundesligisten, damals Hertha und Union jetzt, begleitet in Trainingslager, Trainerentlassung. Naja, so alles, was man so macht, unter Druck arbeiten gelernt.

André:

[3:51] Aber unter Druck arbeiten kennst du nicht von mir.

Sebastian:

[3:55] Nee, überhaupt nicht, André. Ja, ich bin jedenfalls zu einem amerikanischen Medienunternehmen gewechselt, BuzzFeed und das war ehrlich gesagt spannend, weil die haben Anfang der 2010er Jahre begonnen, ihre journalistischen Inhalte über Social Media zu verteilen. Und da hatte ich richtig Lust drauf, das auch zu machen, weil ich das halt auch privat über Blog und Podcast schon gemacht hatte und habe da wahnsinnig viel gelernt. Also über Prozesse, wie man die schmal aufbaut. Das warim normalen deutschen Journalismus noch nicht so en Vogue. Ich habe sehr viel gelernt: Datenanalyse, auch über Personalführung, weil ich dann auch ein Team geleitet habe und sehr viel über amerikanische Unternehmenskultur. Ja, die ist toll und furchtbar gleichzeitig. Also sie ist toll, weil sie Neues super schnell ausprobiert. Man muss dann nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Sie sagen: Ja klar, da ist eine Möglichkeit in irgendwas, dann wird es ausprobiert.

Sebastian:

[4:55] Aus deutscher Sicht ist es ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wie schnell auch mit Sachen aufgehört wird, wenn da kein Geld verdient wird. Und das habe ich dann auch gesehen, also wie Kollegen von einem Tag auf den anderen entlassen wurden und so weiter und so fort. Und wie schnell sich die Strategien ändern. Aber trotzdem, also das Positive habe ich schon für mich mitgenommen, weiß aber auch das andere jetzt aus deutscher Sicht ein bisschen mehr zu schätzen. Man wird ja auch älter. Und bin dann in eine Agentur gewechselt, weil ich Unternehmen bei Digitalkommunikation beraten wollte. Ich wollte tatsächlich aus diesem Journalismusbereich raus, weil der in einer Dauerkrise war. Printjournalismus war in einer Dauerkrise, Digitaljournalismus hatte nie den Punkt geschafft, irgendwie richtig Geld zu verdienen und dachte, okay, dann aus so einer Dauerkrisenbranche raus, gehe ich in die Agentur und berate Unternehmen und das war ganz anders, muss ich sagen. Also ich habe sehr viel neu gelernt, DAX-Unternehmen, ihre Unternehmenskommunikation, habe sie beraten, wie sie Redaktionsprozesse aufsetzen und wie sie Social Media, angstfrei benutzen, wie sie ihr Personal dazu bekommen, auch Social Media zu benutzen, ohne denen irgendwelche Vorschriften zu machen oder das von denen zu fordern. Und habe dann letzten Endes die vergangenen vier Jahre für RWE die Digitalkommunikation geleitet und das war auch sehr spannend. Und wir waren so ein Team von zwölf Leuten und ich war eigentlich ein RWE-Mitarbeiter.

Sebastian:

[6:22] Ich könnte jetzt viel erzählen über, wie man das da gemacht hat und Vorstand auf LinkedIn bringen, die ganze Kommunikation eines Energiekonzerns auf Englisch und so weiter.

André:

[6:31] Das brauchen wir nicht, aber ich glaube, wir haben ja auch in der Vergangenheit einiges schon gemacht, vielleicht auch einiges richtig. Aber ich merke eben, du krempelst auch weiter um.

Sebastian:

[6:43] Ja, es gibt ein Foto von mir mit einem Feuerlöscher. Ich wurde in der Agentur sehr häufig erstmal auf Projekte gesetzt, die nicht gut gelaufen sind und ich durfte die dann immer aufräumen und das mit dem Feuerlöscher. Ich fand das am Ende nicht so gut. Es ist eine Qualität und ich weiß das zu schätzen, dass Leute das gut finden, aberwie wäre es denn, wenn man so ein Projekt nicht erst brennen lässt?

André:

[7:08] Ja, klar.

Sebastian:

[7:09] Und deswegen bin ich dann länger auf diesem RWE-Projekt geblieben bis zum Ende, weil ich es auch gemocht habe. Ich habe einfach gesehen, dass man mehr gestalten kann, mehr erreichen kann, anstatt irgendwie reinzugehen, aufräumen, drei, sechs Monate, zwölf Monate und dann wieder wegzugehen und an jemanden zu übergeben.

André:

[7:26] Ich möchte jetzt aber nicht dieses Weggehen von dir hören.

Sebastian:

[7:29] Sondern nur das Aufräumen. Genau, und auch das Aufräumen ist eigentlich auch nicht richtig, sondern eigentlich ist es Change Management. Und das ist auch sehr anstrengend und ich mache das sehr gerne, wenn ich davon überzeugt bin, dass hinten raus auch bessere Sachen rauskommen, nicht um des Aufräumswillens. Das ist auch falsch und es wäre auch respektlos gegenüber dem, was da vorher war. Also da muss man schon auch immer schauen, wo Sachen herkommen. Die haben ja auch meistens einen Sinn.

André:

[7:59] Jeder Prozess ist ein Entwicklungsprozess, den wir haben. Und ich merke eben jetzt, dass die Austauschformate zwischen den Sparkassen, die wir damals aufgebaut haben, das wird jetzt genutzt. Wir sind auch bei den Sparkassen eben noch nicht überall dabei. Das nehmen wir alles auf. Wir vernetzen uns da mehr und mehr. Ich habe das jetzt auf LinkedIn gesehen. Einer macht einen Post, Repost und was auch immer. Und ich finde das gut und die Sparkassen finden es auch gut.

Sebastian:

[8:28] Ja und vor allem, also was jetzt Kommunikation betrifft, die ist ja kein Selbstzweck. Die verfolgt ja ein Ziel, die unterstützt die strategischen Wege von Unternehmen oder jetzt halt dem Verband und die ist nie fertig. Also das ist eine Sache, die musste ich für mich irgendwie mal dann feststellen. Man kann sich da nicht zurücklehnen, weil es gibt immer Wandel und man muss sich immer anpassen. Und Sachen, die vor zwei, drei Jahren Sinn ergeben haben, können in ein, zwei Jahren keinen Sinn mehr ergeben. Und dann muss man sie hoffentlich auch loslassen können. Also ich mag das sehr, weil Kommunikation ist immer in Bewegung. Und ich mag halt auch Leute, die da in diesen Teams unterwegs sind, weil die eigentlich wissen in der Kommunikation, es gibt da, das ist der Nachteil ein bisschen, mit den geregelten Arbeitszeiten ist es manchmal schwierig, weil wenn News passieren, passieren sie halt und wenn die Freitagabend sind oder Samstag, dann muss man das auch im Blick haben und darf nicht erst Montag den Rechner aufklappen und dann überrascht sein, dass da zwei Tage die Hölle los war.

André:

[9:36] Naja, das ist so, aber das geht uns an anderen Stellen eben auch so, da ist die Kommunikation sicherlich ein wichtiger Part, auch als Pressesprecher und so weiter. Wir in der Leitung müssen auch immer up to date sein. Ludger hatte auch irgendwann mal von seinen Geschichten auch als Landrat erzählt, da wirst du 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gefordert. Das ist nicht ganz so. Wir sind auch eingeteilt, aber du hast völlig recht. Du musst immer am Ball bleiben und immer beim Laufen.

Sebastian:

[10:10] Ja, es wäre aber fatal, würde ich jetzt sagen, man muss das halt immer so. Man muss nur fähig sein, auf diese Situation zu reagieren. Ansonsten muss man im Team auch darauf achten, dass man sich die Zeiten, wo eventuell weniger los ist, dann auch nimmt, um da vielleicht weniger oder gar nicht zu arbeiten.

André:

[10:28] Du hast gerade einen sehr, sehr schönen, wir sind jetzt voll schon mittendrin, Zu meinen knackigen Fragen komme ich gleich noch, aber du hast gerade einen Begriff geprägt, Social Media angstfrei. Das ist natürlich etwas, weil ich merke das ja auch. Du wirst mit Sachen konfrontiert. Ich habe mit Kommunikation und den Sachen im Studium und danach auch kaum was zu tun gehabt. Man muss einfach mal springen und sich ausprobieren. Und gleichzeitig wollen wir eben aber auch schauen, im Verband sind da noch weitere Multiplikatoren, die das eben auch nutzen wollen, mitmachen und so weiter. Ihr habt die Idee, Social-Media-Café mit anzubinden. Gibt es schon was Neueres? Wann kann man sichzum Social-Media-Café anmelden?

Sebastian:

[11:18] Aber ja, also ist in der Planung, André, ich bin, ich hätte die auch schon längst durchgeführt, das ist jetzt personell bei uns ein Thema, dass wir da gerade uns umstellen und bei Social Media nochmal neu aufstellen und das frisst tatsächlich Ressourcen, die dafür gerade nicht da sind, aber ich habe das komplett auf dem Schirm. Das ist auch inhaltlich vorbereitet, muss ich sagen. Und müsste dann durchgeführt werden. Ich würde sagen, lasst euch mal überraschen. Lange dauert es nicht mehr und ihr seht die Einladung. Aber ich gebe auch zu, ich hätte die Einladung vor einem Monat wahrscheinlich schon gemacht, bin aber komplett daran gescheitert, wie man irgendwie eine Webex von einem Gruppenpostfach so macht. Also deswegen seht es mir nach.

Sebastian:

[12:04] Ja, und ansonsten bin ich nicht so der Freund, das sage ich immer wieder, Ankündigungsweltmeister zu sein. Ich sage dazu Hühnerstallprinzip, erst Ei legen, dann gackern und dann seht ihr das auch. Ja, auf jeden Fall angstfreie Kommunikation. Das heißt ja vor allem, dass Leute sich trauen, von alleine das zu machen. Wir können als Verband und auch als Arbeitgeber, ist ja auch egal, ob wir jetzt der Verband sind oder ein anderes Unternehmen, den Mitarbeitern nicht vorschreiben, was sie auf ihren persönlichen Kanälen machen oder nicht machen. Aber wir sehen natürlich die Chance und das sehen alle Unternehmen, dass Mitarbeiter die beste Werbung sind für das eigene Unternehmen, wenn es darum geht, die Unternehmenskultur nach außen zu tragen. Das heißt, dann geht es auch darum, dass sie halt im Unternehmen stimmt, weil dann tragen Mitarbeiter sie auch freiwillig nach außen und das ist tatsächlich die beste Werbung für neue Mitarbeitende, die man bekommt, für Auszubildende, für junge Talente und so weiter. Also da können wir 100 Werbekampagnen schalten. Ich sage, wenn die Mitarbeiter das von sich aus machen, ist das mehr wert.

André:

[13:12] Genau. Und das muss authentisch sein. Und das ist es dann, wenn man es nämlich freiwillig macht. Also sind wir dabei. Zum privaten Umfeld hast du ein bisschen was gesagt. Diplomatie und so weiter. Aber ich glaube, ich weiß ja schon das ein oder andere ...

Sebastian:

[13:29] Ich rücke mal heraus. Also ich wohne in der Uckermark mitten im Wald. Ich habe über 30 Jahre in Berlin gewohnt und also seit 1989. Und mir war die Stadt dann irgendwann über. Und dann bin ich von so einer Stadt mit 4 Millionen Einwohnern in ein Dorf mit 80 Einwohnern gezogen.

André:

[13:46] Ist das der Ruhepol zur Kommunikation?

Sebastian:

[13:49] Das ist auf jeden Fall der Ruhepol, weil ich da auch gar keinen Mobilfunkempfang habe. Also das ist auch zwangsläufig ein Ruhepol. Aber ja, tatsächlich. Ich habe dann festgestellt, dass ich einfach nur noch zwischen dem WLAN zu Hause und dem WLAN bei der Arbeit unterwegs war und die ganzen Angebote, die Berlin mir gibt, nicht nutze, dafür aber jeden Moment nutze, um mit dem Fahrrad aus Berlin rauszufahren. Na, ich sage, nee, ist ja schön, wenn ich dann vielleicht einfach nur noch zur Arbeit nach Berlin reinfahre und jetzt wohne ich im Wald und wenn ich um den See spazieren möchte, dann mache ich die Tür auf und laufe 50 Meter und dann stehe ich im Wald und da ist der See. Und dann mit dem Fahrrad kann ich jetzt zum Bahnhof fahren, dann habe ich schon mal eine Stunde Waldtour gehabt oder so. Also das geht alles. Und ihr werdet es dann sehen im Sommer, wenn ich dann Homeoffice mache und in der Mittagspause schwimmen gehe.

André:

[14:35] Ich wollte gerade sagen, Team-Event wird dann bei dir stattfinden, oder?

Sebastian:

[14:40] Ja, Yoga-Retreat in der Uckermarkt. Also wenn schon Klischee Berlin, dann richtig.

André:

[14:44] Okay.

Sebastian:

[14:45] Aber sonst, tatsächlich, ich wohne da jetzt seit drei Jahren und habe zwei Kinder, aber davon wohnt nur noch eins dort, weil das andere war schon 18 und hatte nicht so die große Lust auf diesen Weg, den ich dann mit über 40 gegangen bin. Und der arbeitet jetzt hier bei der Berliner Sparkasse am Alexanderplatz als normaler Kundenberater. Und das andere Kind macht Abitur und hoffentlich dieses Jahr seinen Moped-Führerschein. Ansonsten ja, ich mache jede Art von Sport. Radfahren, schwimmen, laufen. Du merkst halt, das sind alles so Einzelsportarten.

André:

[15:14] Triathlon nennt man das, oder?

Sebastian:

[15:15] Ja, meine Frau hat uns zum Triathlon angemeldet. Ich bin gar nicht so der Wettbewerbsmensch mehr, sondern nur im Wettbewerb mit mir selbst, weil ich brauche das eigentlich nicht. Also ich messe alles, messe wirklich alle Daten auch von mir, aber ich muss mich nicht vergleichen mit anderen.

André:

[15:30] Das heißt, du läufst in Chemnitz, zum Marathon nicht mit.

Sebastian:

[15:36] Nee, tatsächlich nicht.

André:

[15:37] Ich suche ja noch Freiwillige.

Sebastian:

[15:38] Nee, mir reicht jetzt tatsächlich am Werbelinsee dieser Triathlon. Ich habe da in einer schwachen Minute mal zugesagt, dass ich das mache.

André:

[15:48] Dann gucken wir mal, ob es hier noch eine schwache Minute wäre.

Sebastian:

[15:50] Ich mache dann ein Foto und werde dann hoffentlich das Thema Midlife Crisis abgehakt haben.

André:

[15:55] Alles klar. Ja, knackige Fragen. Diejenigen, die uns jetzt schon zuhören, zumindest fünf Podcasts lang wissen, ein kurzes Fragenformat. Video oder Audio?

Sebastian:

[16:10] Audio, also sofort kann ich dir sagen. Ich mache Podcasts seit 2008 und es gibt wirklich kein Medium, was näher und intimer ist als ein Podcast. Du bist direkt im Ohr deiner Hörerinnen und Hörer und die haben ja dann das Gefühl, das ist wirklich witzig, wenn man so Hörer trifft, die erkennen einen dann an der Stimme. Wenn ich im Stadion bei Union bin, erkennen die mich an der Stimme und die kennen mich ja, die kennen mich seit 10, 15, 16 Jahren.

André:

[16:37] Die haben dich nie gesehen wahrscheinlich.

Sebastian:

[16:38] Ich kenne die natürlich nicht, aber die haben das Gefühl, die sitzen immer mit mir am Tisch und wir reden über das letzte Fußballspiel. Und das ist Wahnsinn. Also diese Nähe und diese Community, die man da mit solchen Podcasts aufbaut, das ist Wahnsinn und das kann eigentlich kein Video in dem Sinne. Video kann viele andere tolle Sachen, aber deswegen liebe ich Audio, weil es halt auch einfacher ist. Ich muss mich um ganz viele Sachen nicht kümmern. Zum Beispiel, ob ich eine Jogginghose anhabe oder nicht.

André:

[17:08] Das heißt, wir werden demnächst auch nochmal, was die Verbandsleitung anbelangt, auch nochmal über das ein oder andere Format sprechen müssen. Weil da haben wir tatsächlich oft auch ein Audioformat, ganz bewusst. Aber kommt zu gegebener Zeit.

Sebastian:

[17:22] Ja.

André:

[17:23] Super. Die nächste Frage ist, ich will gar nicht sagen fies, intim, wie auch immer. Frauen oder Männer?

Sebastian:

[17:30] Frauen. Also das sage ich nicht, weil ich mit einer Frau verheiratet bin oder jetzt zum zweiten Mal, sondern weil wir in einer Männerwelt leben. Deswegen sage ich Frauen. Also das ist ganz klar. Wirkönnen wir uns beim OSV umgucken, wir können uns in jedem Unternehmen umgucken. Je höher man steigt in eine Entscheidungsposition, desto männlicher wird es. Deswegen Frauen.

André:

[17:54] Mit Blick auf die Uhr. Ich glaube, die 15 Minuten haben wir jetzt schon mittlerweile gesprengt. Ich halte mich kurz auf. Arbeitsalltag des Teams Kommunikation. Womit beschäftigt ihr euch gerade? Was können vielleicht die Kollegen und Kollegen auch von euch erwarten? Was sind Herausforderungen?

Sebastian:

[18:18] Ja, ist es auch. Ich könnte jetzt eine Stunde referieren dazu und du würdest nicht zu Wort kommen.

André:

[18:24] Komme ich jetzt schon nicht.

Sebastian:

[18:26] Also da könnte ich wirklich sehr, sehr viel erzählen. Ich versuche es mal so ein bisschen in der Kurzform zu packen. Also wir machen ja nicht alle Kommunikation, wir machen vor allem Unternehmenskommunikation. Das heißt Social Media, also Digitalkommunikation mit Website, Medienarbeit, also Pressearbeit, interne Kommunikation, Spenden, Sponsoring. Andere Kommunikation machen auch andere. Also wir sind nicht die einzigen, die Kommunikation machen, auch wenn wir als Team so heißen. Und aktuell geht es bei uns erstmal darum, Voraussetzungen, oder ich habe es Grundlagen genannt, zu schaffen, um erfolgreich zu sein. Weil es viele Sachen gibt, die wir in unseren Prozessen umstellen können, um mehr miteinander zu arbeiten. Das heißt also, dass nicht jede Person in ihrem Bereich alles macht, sondern dass wir integriert die Kommunikationsplanung machen. Könnte ein gutes Beispiel bringen. Wir haben jetzt angefangen, für Social Media ein Redaktionstool zu benutzen. Das ist jetzt nicht einfach da bloß ein Kalender, wo wir was eintragen. Den gab es vorher auch. Aber vorher wurde für Social Media zum Beispiel der Content an drei verschiedenen Orten geplant. In einem Outlook-Kalender, in einer Excel-Tabelle und dann noch auf dem Laufwerk mit verschiedenen Ordnern. Jede Person, die schon mal irgendwie ihre To-Do-Liste gesucht hat, weiß, der Ort ist egal. Hauptsache es ist nur ein Ort.

Sebastian:

[19:44] Und wir haben jetzt einen Ort und haben auch den Vorteil, dass wir dort auch bestimmte Sachen abbilden können. Das heißt, passt ein Beitrag zu den Kernbotschaften, die wir senden wollen. Wir machen keine Beiträge aus Jux und Dollerei, sondern die müssen halt alle auch zu einer Botschaft passen, die der OSV nach außen senden möchte in der Kommunikation und wir können halt auch abbilden, ist ein Beitrag freigegeben, in welchem Status ist dieser Beitrag? Ist der nur eine Idee? Ist der schon in Planung? Ist der in der Umsetzung? Ist er in der Freigabe, ist er freigegeben, ist er veröffentlicht. Das konnten wir vorher alles nicht umsetzen, das können wir jetzt machen. Da fangen wir jetzt gerade an, bei Social Media das zu benutzen. Und mein Ziel ist schon, das halt auf alle Bereiche, die ich vorhin genannt habe, also interne Kommunikation, Website, Sponsoring, Pressearbeit, Pressemitteilung umzusetzen, sodass wir am Ende, wenn wir über ein Thema diskutieren, sagen, okay, so und so soll es aussehen. Wir benutzen die und die Kommunikationskanäle dafür und gehen dann in die Vorbereitung.

André:

[20:39] Das setzt natürlich auch, Stichwort Kommunikation, auch die Zusammenarbeit mit sämtlichen Bereichen irgendwann voraus, weil es ist eben keine Einbahnstraße und wird eben nur in einem Team durchdacht, sondern in jedem Team kommt so etwas vor. Seid ihr vernetzt?

Sebastian:

[21:01] Ja, es gibt schon Wege dafür. Also wir machen nichts und dann ist die Abteilung, die das Thema betrifft, überrascht, dass wir was veröffentlicht haben. Das mache ich nicht, sondern die Fachfreigabe kommt dann halt von den Kolleginnen und Kollegen, weil wir sind Kommunikatoren, wir sind jetzt nicht die Experten für diese Themen. Und wir haben einmal im Monat den Themenkreis. Ob man den Namen ändert oder nicht, das ist, glaube ich, egal. Wir haben einen Termin, wo alle Bereiche vom OSV ihre Themen, Veranstaltungen und so für die nächsten vier Wochen mit reingeben können, sodass wir das auf dem Schirm haben, in diesen Plan mit einarbeiten können. Das ist schon so. Oder sie kommen halt so auf uns zu. Und wir haben für uns selbst eine Redaktionsplanung, die zwei Wochen im Voraus geht. Aber wie gesagt, wir starten da mit Social Media, weil da war der Schmerz am größten und ziehen die anderen Sachen dann Stück für Stück nach. Wir probieren auch erstmal diese Software ein bisschen aus, bevor wir dann einen teuren Vertrag machen.

André:

[22:06] Hast du einen Wunsch, wo du sagst, komm, du nutzt heute auch das Format? Aber hast du einen Wunsch frei, zumindest in Richtung unserer Hörerschaft, was Zusammenarbeit etc. anbelangt?

Sebastian:

[22:25] Ja, kommt einfach auf uns zu, würde ich sagen. Also das ist, ich mache das ja auch. Also ich kann ja mal ein gutes Beispiel nehmen. Ich bin über den Newsletter der Abteilung Markt gestolpert, habe mir den angeguckt, dachte, ach was, da sind ja vier Themen drin, die kann man ja für uns in der externen Kommunikation benutzen.

Sebastian:

[22:41] Habe kurz mit Andreas gesprochen. Habe gefragt: Ist es okay, wenn ich einfach die Leute anspreche? Weil da stehen freundlicherweise nämlich auch direkt die Ansprechpartner zu den Themen dazu. Ich weiß, ich bin gar nicht die Zielgruppe für den Newsletter, ist so ein Kollateralnutzen, dass ich den sehe und schreibe einfach die Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Markt dann an zu den Themen an und sage so, hey, könnte ich mir einen guten Beitrag vorstellen, könnten wir so und so machen. Aber umgekehrt kann es auch sein. Was halt super wäre, wenn wir immer vorher wissen, dass etwas kommt und nicht hinterher. Also wir sind schon die Kommunikationsexperten, das nehme ich für uns in Anspruch. Das heißt, Wenn jemand irgendwie im stillen Kämmerchen vor sich hin arbeitet und dann sagt, ja, ich hatte jetzt hier eine tolle Veranstaltung, hier ist der fertige Beitrag und Text und alles Mögliche und ich sage so, cool, höre ich jetzt das erste Mal und finde ich übrigens gar nicht so gut, ich würde es anders machen. Das könnte man vorher besprechen undviel Frust dadurch vermeiden. Ich glaube aber, da sind wir auf einem richtig, richtig guten Weg, habe ich auch bisher nur positives Feedback für unsere Art jetzt bekommen. Also insofern, macht das einfach, kommt auf uns zu, stellt uns Fragen, schreibt uns an, telefoniert uns an und dann finden wir schon Wege. Und manchmal kann es halt auch sein, dass wir sagen, nee, das eignet sich hier für den Bereich nicht, aber wir könnten vielleicht das und das draus machen. So ein richtiges Nein wird es von uns da nicht geben.

André:

[23:58] Super. Das heißt, Aufforderung ist da. Hand ausgestreckt. Perfekt. Welche Frage hast du mir mitgebracht? Gibt es eine? Sonst gehen wir gleich auf den nächsten Punkt.

Sebastian:

[24:09] Ja, ich habe so eine fiese Frage. Die fiese Frage war ja, wann bekommen wir die Macs in Teamkommunikation?

André:

[24:17] Den hast du doch schon.

Sebastian:

[24:18] Ja, meinen eigenen. Also das mag jetzt irgendwie ein bisschen komisch klingen für Leute, die nicht in der Kommunikation arbeiten. Aber wir haben halt einfache, andere Bedürfnisse und Prozesse, wie wir arbeiten. Im Moment, nur fürs Verständnis, ist es so, selbst für ein einfaches Foto, das muss ich mir per Mail an meine private Adresse schicken, auf meinem Rechner öffnen, da bearbeiten, dann wieder zurückschicken und so weiter und so fort. Das ist tatsächlich ein bisschen schwierig und kostet Zeit und ist ein bisschen frustrierend. Ich kann aber sagen, das ist jetzt nicht OSV-spezifisch. Das haben andere Sparkassen auch.

André:

[24:54] Ja, eigentlich müsste ich, das ist jetzt die Überleitung, du müsstest jetzt, vielleicht hast du Glück, vielleicht auch nicht, wenn wir nämlich den nächsten Kandidaten ziehen, dann eigentlich André Welke ziehen. Mit dem müssen wir einfach nochmal einen Termin auch machen. Was können wir und wie können wir das umsetzen? Weil Tatsache, FI-Konformität passt dann zu bestimmten Sachen von uns nicht und wir müssen aber trotzdem arbeitsfähig sein, jeder Bereich. Ich sag mal, wir finden da eine Lösung.

Sebastian:

[25:23] Ich bin da auch völlig entspannt, weil fürs aktuelle Arbeiten haben wir für uns Lösungen. Es schafft einfach mehr Freiräume, wenn wir mit weniger Fuhrpark unterwegs sind.

André:

[25:34] Klar, voll klar, super. Ja, dann habe ich dir was mitgebracht, nämlich eine kleine Schale mit ganz, ganz vielen Namen. Du darfst nämlich den nächsten Kandidaten ziehen.

Sebastian:

[25:44] Ja, dann guck mal kurz: Jan Niklas Hustedt.

André:

[25:50] Genau, super. Jan Niklas, ich freue mich. Geschäftsführer SPB.

Sebastian:

[25:55] Ja, Top Typ, muss ich sagen. Wenn ich einen Wunsch hätte, ich würde gerne nur halb so gut verkaufen können wie Jan Niklas.

André:

[26:02] Da kommen wir dann beim nächsten Podcast dazu, aber das ist so. Er ist ein Verkäufer vor dem Herrn.

Sebastian:

[26:09] Ich habe dir noch was mitgebracht. Du wolltest ja was zu naschen haben und dann gibt es jetzt ein bisschen was für die Hüfte, ein paar Pralinen.

André:

[26:17] Ich bin ganz gerührt. Das machen wir natürlich zusammen auf. Nehme es gleich mal in Anspruch. Also beim letzten Mal Kuchen. Heute Sawade, tolle Firma hier aus Berlin. Vielen Dank.

Sebastian:

[26:30] Kann ich auf jeden Fall empfehlen und wer sagt, dass er gerne nascht und dann ist die Gefahr groß, dass man was bei mir von Sawade bekommt.

André:

[26:37] Schön, cool. Ja, wir sind am Ende. Wie fühlt es sich an? Hat Spaß gemacht?

Sebastian:

[26:43] Ja, war sehr kurz, ehrlich gesagt. Ich habe ja gesagt, eine Stunde, anderthalb, wäre für mich völlig normal.

André:

[26:48] Machen wir beim nächsten Mal, aber vielleicht überarbeiten wir das Ganze auch. Ja, du hast gemerkt, du wurdest nicht gegrillt.

Sebastian:

[26:56] Nein.

André:

[26:56] Ich auch nicht. Und nein, ich freue mich, dass du teilgenommen hast, dass du uns Einblicke gegeben hast. Und wir werden noch eine Menge von dir sehen.

Sebastian:

[27:08] Ja, hoffe ich. Und wer Fragen hat, immer fragen. Also einfach auf uns zukommen.

André:

[27:13] Super, dann vielen Dank.

Sebastian:

[27:15] Ciao.

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